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Leben und Wohnen im Alter
Welche Möglichkeit kann ich mir leisten?

Mönchberg: Wie werde ich im Alter wohnen? Diese Frage und mehr wurde von Architekt und Dipl.-Ing. Albrecht G. Walther im Rahmen eines Abendseminars, das vom Bildungswerk für Kommunalpolitik e.V. organisiert und getragen wurde, sehr verständlich erklärt. 

Die fast 40 interessierten Bürgerinnen und Bürger aus Mönchberg und Umgebung verfolgten gespannt die Ausführungen des Referenten, der die vielfältigen aktuellen und zukünftigen Wohnmodelle an Hand von Bildern erläuterte. 

Bei den vielen Beispielen aus anderen Orten und Städten kamen die Zuhörer ins Staunen. Im zweiten Vortragsteil waren die Mobilität, die Versorgung des täglichen Bedarfs vor Ort, die Daseinsvorsorge sowie die ärztliche Versorgung, Betreuung und die ambulante Pflege die Schwerpunkte. 

Örtliche Gemeinschaftstreffs, Mehrgenerationshäuser und Einrichtungen für die Tagespflege sind wichtige Angebote für das Gemeinwohl und für die Menschen, die auf Hilfe und Betreuung angewiesen sind und nicht in einem Pflegeheim untergebracht werden wollen. Es wurden praktikable Lösungen vorgestellt, die jedoch für jede Gemeinde oder jede Stadt individuell herausgearbeitet werden müssen. Nicht nur die zentrumsnahe Lage ist ein wichtiger Aspekt sondern auch die bauliche und organisatorische Gestaltung, die das beste Kosten-/Nutzen-Verhältnis bringt. 

Während der Diskussion wurde auch nach der "Bezahlbarkeit" der verschiedenen Wohnformen gefragt. Für viele Menschen seien diese wegen ihren geringen Renten nicht realisierbar. Auf diesen berechtigten Einwand hatte der Referent aber auch keine praktikable Antwort. Vielmehr appellierte er an die Politik, für angemessene Einkommen und auskömmliche Renten zu sorgen. 

Neben der Inanspruchnahme von gesetzlichen Sozialleistungen kann ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe hilfreich sein. Für das Leben und Wohnen zu Hause ist Barrierefreiheit zu empfehlen. Außerdem stehen verschiedene technische Hilfsmöglichkeiten zur Verfügung (Technische Assistenzsysteme), die es erlauben, länger in der eigenen Wohnung bleiben zu können. Diese können die Sicherheit und Lebensqualität im Alter, selbst bei eingeschränkter Bewegungsfähigkeit und bei Betreuungs- und Pflegebedarf steigern. Solche Assistenzsysteme werden von der Pflegeversicherung bezuschusst. 

Eine interessante Möglichkeit für das Alter, zumindest im ländlichen Raum und bei Häusern auf großen Grundstücken, ist das Wohnen in einem kleinen, vorgefertigten Bungalow, der auch an anderer Stelle wiederverwendbar ist. 

Sehr aufschlussreich war der dritte Teil, der als Workshop gestaltet wurde. Vier Gruppen erarbeiteten ihre Wünsche und Vorstellungen vom Wohnen im Alter, wie sie mit ihren (auch finanziellen) Möglichkeiten leben und wohnen möchten bzw. können. Bei der anschließenden Präsentation der 4 Gruppenergebnisse durch deren Sprecherinnen wurden die wesentlichsten Punkte erläutert und diskutiert. 

Die sehr positive Resonanz der Teilnehmer zeigte, wie wichtig es ist, dieses aktuelle Thema nicht nur den älteren, sondern auch den jüngeren Bürgerinnen und Bürgern näher zu bringen. Denn bereits beim Neubau eines Hauses in jungen Jahren kann das Haus barrierefrei und pflegegeeignet gebaut werden und eine geeignete Wohnung für das Alter sein. 

Text: Robert Kremling 
Foto: Thomas Zöller

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