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Freie Wähler informieren sich bei der Firma Werner
über Möglichkeiten der Müllentsorgung und Müllverwertung -
Kommunalisierung kann auch Nachteile bringen

In Kürze entscheidet der Kreistag im Landkreis Miltenberg, ob in Zukunft die Müllentsorgung kommunalisiert werden soll oder weiterhin über Firmen, die der Landkreis beauftragt, "laufen". 

Bei einem Informationsbesuch am Freitag den 21.8.2015 der Kreistagsfraktion beim mittelständischen Unternehmen WERNER in Goldbach (120 Mitarbeiter), wurden vom Vertriebsleiter Robert Brand empfangen, der zuerst über vielfältige Arbeitsvorgänge im Werner Recycling Centrum aufklärte. Hier werden saubere Lösungen für alle Arten von Abfällen angeboten.

Aufgrund der Tatsache, dass die Rohstoffverknappung immer mehr zu einer Bedrohung führt, ist es hier Ziel der Mitarbeiter die Wertstoffe aus den Abfällen zu lösen und in den Wirtschaftskreislauf zurückzuführen. Der Sortierung der Wertstoffe liegen verschiedene Suchkriterien zu Grunde.

Weiter ging es zum Unternehmenszweig WECO in die Aschaffstraße nach Goldbach, der sich für die Entsorgung, Mobilität und Logistik verantwortlich zeigt. Es stehen ca. 80 Entsorgungs- und Spezialfahrzeuge, über deren unterschiedlichste Verwendung wir aufgeklärt wurden, zum Einsatz zur Verfügung. Hier ist die termingebundene und flexible Koordination täglich eine neue Herausforderung. Besonders bemerkenswert ist dass man mit der hauseigenen KFZ- und Schlossereiwerkstatt stets schnell und unabhängig auf notwendige Reparaturen reagieren kann.

Besonders positiv zu werten ist, dass hier bereits Führungen für Kindergartenkinder und Schüler durchgeführt werden, da man meiner Meinung nach nicht früh genug mit der Sensibilisierung der Menschen in diesem so wichtigen Thema wie Müllvermeidung und -verwertung anfangen kann.

Firma Werner bereits im Landkreis Miltenberg aktiv und führt folgende Aufgaben durch:

• Der Restmülltransport von Erlenbach und Guggenberg nach Schweinfurt
• Schadstoffsammlung aus den Haushaltungen mit dem Schadstoffmobil 
• Altglassammlung im Auftrag des Dualen Systems
• Gewerbeentsorgung bei Industrie, Handel und Bauwirtschaft

In der ausführlichen Diskussion wurde auch über das Gutachten der Firma Teamwerk gesprochen. Fraktionsvorsitzender Hans Jürgen Fahn (Erlenbach) brachte die wirklichkeitsfremden Krankheitsquoten zur Sprache, die in der Realität von Entsorgungsunternehmen viel höher sind. Auch dürften die Investitionskosten für Gebäude und Fuhrpark viel höher als geplant werden.

Problematisch ist auch, so die Fraktion der Freien Wähler, dass laut Gutachten die "Gewinnmarge" bei den Kommunalunternehmen bei 3,5% und bei der privaten Entsorgungswirtschaft bei 7,5% liege. Diese Vorgaben entsprechen nicht der Realität. Laut aktueller IW-Studie (Deutsche Wirtschaft Consult) sei die Gewinnmarge bei 6.9% (Kommunalwirtschaft) und 2,4% (private Entsorgungswirtschaft). So ist es weniger verwunderlich, wenn das Gutachten sich für eine Kommunalisierung ausspreche.

Für die Freien Wähler ist es noch längst nicht "ausgemacht", dass die Firma Remondis, falls die Kommunalisierung nicht zum Tragen kommt, nahezu alle "Lose" bekommen soll. Nach Ansicht der Fraktion, so die Bürgermeister und Kreisräte Thomas Zöller (Mönchberg), Dietmar Wolz (Dorfprozelten) und Roland Eppig (Großwallstadt) ermöglichen kleinere Lose auch kleineren örtlichen Unternehmen an der Ausschreibung teilzunehmen und diese auch zu gewinnen. Bei einer Ausschreibung in einem Block (aller Leistungen kann dann nur eine Firma erbringen) können sich nur wenige finanzkräftige Unternehmen (meist: Konzerne) beteiligen.

Zum Schluss machte Robert Brand auch einen Vorschlag, der unter die Rubrik "Alte Zöpfe abschneiden" fällt. Derzeit werden für den Bürger alle Fraktionen (Restmüll, Papier und Bioabfall) immer an ein und demselben Tag (variiert aber je Kommune). Kostengünstiger wäre es, wenn das Abfuhrunternehme bestimme, an welchem Tag die einzelnen Tonnen geleert würden (also zum Beispiel immer montags die blaue Tonne, mittwochs die braune und freitags die graue Restmülltonne). Damit habe man im Landkreis Aschaffenburg gute Erfahrungen gemacht.

Der Besuch der Firma Werner war für die Freien Wähler nur ein Baustein in einer ganzen "Informationskette". Erst nach einem ausführlichen Gespräch mit der Firma Teamwerk Ende September wird die Fraktion ihr endgültiges Votum abgeben.

Auch Freie Wähler antworten auf die CSU-Kritik "Rohrkrepierer aus dem Landratsamt"

Der Kreisvorsitzende und Kreisrat Thomas Zöller beklagt die permanenten Querschüsse des CSU-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Reinhard, die er angesichts der derzeitigen Asylproblematik, bei der die gesamte Landkreisverwaltung rund um die Uhr eingespannt ist, nicht nur politisch, sondern auch menschlich schwach findet. Zöller wörtlich: "Sollte es Politikern in der Sommerzeit langweilig sein, dann können sie sich gerne in der Miltenberger Notunterkunft für Asylbewerber ehrenamtlich betätigen".

Und der Fraktionsvorsitzende Hans Jürgen Fahn stellt fest, dass die CSU derzeit nicht bereit ist, an konstruktiven Lösungen für den Landkreis mitzuarbeiten, sondern auf "Fundamentalopposition" umgestiegen ist. Dies schade dem Landkreis.

sachbezogen.
unabhängig.
bürgernah.

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